Ziviles unbemanntes Fliegen – Bayern spitze

3. November 2015
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Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer, die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries und der Präsident des Bundeverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie Bernhard Gerwert hatten gemeinsam zum „Anwenderforum Ziviles Unbemanntes Fliegen“ am 2. November 2015 in München eingeladen.

Pschierer: „Bayern muss Spitzenposition beim unbemannten Fliegen weiter ausbauen“.

MÜNCHEN/BERLIN: Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer hat heute das Anwenderforum ‚Ziviles Unbemanntes Fliegen‘ eröffnet, bei dem wichtige Akteure aus Politik und Wirtschaft zusammengekommen sind: „Der Freistaat Bayern ist Vorreiter des unbemannten Fliegens, das in Zukunft aus der Luftfahrt nicht mehr wegzudenken ist. Als Hochtechnologiestandort ist Bayern bestens gerüstet, die wirtschaftlichen Potentiale dieser Technologie wertschöpfend zu nutzen.“

„Mit dem Anwenderforum stellen wir hier in Bayern die Weichen für die Zukunft des unbemannten Fliegens“, sagt Pschierer.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor: Zivile Luftfahrt

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Die bayerische Erfolgsdrohne: AscTec Falcon 8. Seit 2009 in Serie. Weltweit 100-fach verkauft. Täglich im Einsatz – beispielsweise für Industrie, Landwirtschaft und Hilfsorganisationen.

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, schloss sich dieser Einschätzung an: „Unbemannte Luftfahrtsysteme werden in der zivilen Luftfahrt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein. Als innovativer und leistungsstarker Luftfahrtstandort will Deutschland die Chance, die Zukunft des Fliegens aktiv mitzugestalten, nutzen. Neben technologischer Exzellenz und unternehmerischer Initiative braucht es dafür auch einen Rechtsrahmen, der diese unbemannten Anwendungen ermöglicht und zugleich die Sicherheit in der Zivilluftfahrt garantiert.“

Globales Wachstum vs. Heterogenität der Regulierung

Bernhard Gerwert, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie: „Unbemannt Luftfahrtsysteme sind das global am schnellsten und stärksten wachsende Branchensegment unserer Industrie. Sie zählen zum Kern der militärischen Zukunftstechnologie und verfügen gleichzeitig über ein weitreichendes ziviles Anwendungsspektrum. Wir begrüßen, dass BMWI und StMWi diese zukunftsweisende Entwicklung aktiv aufgreifen. In einem mit der Industrie abgestimmten Vorgehen gilt es jetzt, die Schaffung der regulatorischen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene voranzutreiben.“

Zivile Drohnen in Landwirtschaft und überall

Einig waren sich die Akteure auch über die hohe Dynamik in den unterschiedlichen zivilen Anwendungsfeldern in diesem Bereich, von der Landwirtschaft bis zur Katastrophenhilfe. „Das Aufgabenspektrum von unbemannten Luftfahrtsystemen ist nahezu unbegrenzt. Bayern möchte hier seine Spitzenposition weiter ausbauen. Der Freistaat mit seinen ausgedehnten Bergregionen ist beispielsweise prädestiniert dafür die Personensuche und Bergrettung auch unter schlechten Wetterbedingungen federführend in Deutschland voranzutreiben.“

Luftfahrtstrategie 2030

Die Bayerische Staatsregierung hat mit ihrer Luftfahrtstrategie 2030 klare Meilensteine für die künftige Entwicklung der Branche festgelegt. Mit der Eröffnung des Erprobungszentrums für unbemanntes Fliegen im schwäbischen Mattsies konnte bereits ein erster Erfolg verbucht werden.

Pschierer: „Jetzt müssen die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingung und technischen Standards für das unbemannte Fliegen definiert werden. Hierfür haben wir heute die notwendigen Schritte eingeleitet.“

Wichtig sei dabei, dass Deutschland hier auch in den entscheidenden europäischen und internationalen Gremien seine Interessen klar vertrete.


Quelle: http://www.bayern.de/bayerns-wirtschaftsstaatsekretaer-franz-josef-pschierer-eroeffnet-anwenderforum-ziviles-unbemanntes-fliegen/

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