Inspektion von Windkraftanlagen, Turbinen & Blättern

3. Juni 2016
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Die Inspektion von Windkraftanlagen mit Drohnen für die Windindustrie zu verbessern ist das Ziel von HUVRdata und EdgeData. In Kooperation möchten beide Unternehmen mehr Qualität, Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Instandhaltung- und Wartungsmaßnahmen an Windturbinen mit unbemannten Fluggeräten ermöglichen.

Effizienzsteigerung Drohnen-basierter Inspektion von Windkraftanlagen

Beide US-Unternehmen sind führende Inspektionsdienstleister im Windenergiesektor. HUVRdata mit Sitz in Austin, Texas ist ein Datenanalysespezialist. Zur Erfassung der Daten verwendet HUVRdata Drohnen deutscher Produktion. Mit einer Flotte aus kleinen AscTec Falcon 8 Drohnen sammelt das Unternehmen aus der Luft wertvolle Informationen für die Wind-, Solar-, Öl- und Gas- und die Agrarindustrie. EdgeData mit Sitz in Grand Forks, Nevada dagegen bietet der Windenergieindustrie ein umfassendes Datenanalyse-Programm, mit dem diese aus den Drohnen-generierten „Rohdaten“ aussagekräftige Informationen gewinnen können. Die ausgeklügelte Software identifiziert automatisch den Zustand von Windturbinen und Windradblättern und würde Defekte detektieren. Auf diese Weise lässt sich die Zustandsermittlung von Windkraftanlagen noch schneller und gründlicher durchführen. Das wiederum führt zu kürzeren Ausfallzeiten und steigert effektiv die effizientere Energiegewinnung sowie die Lebenshaltungsdauer der Windkraftanlagen.

„Gemeinsamen Ziele und Ambitionen bezüglich Genauigkeit, Sicherheit und kontinuierlicher Innovation machen EdgeData und HUVRdata zu natürlichen Verbündeten.“ Sagte Lonnie Bloomquist, Geschäftsführer bei EdgeData.

Synergien für Datensicherungs- & Datenauswertungslösungen

Durch die Zusammenarbeit möchten HUVRdata und EdgeData nun Synergien nutzen und wesentliche Bereiche dieser Technologie sinnvoll weiterentwickeln und die Verbesserung der Daten-Processing- und Reporting-Optionen vorantreiben, um dem Windenergiemarkt eine hochwertige cloud-basierte Datensicherungs- und Auswertungslösung für die durch Drohnen generierten Daten bieten zu können.

Die verbesserten Datenmanagement- und Analyse-Tools sollen sämtliche Bedarfe der Windenergiebranche bedienen. Verantwortliches Personal auf Betreiberseite kann sich auf eine neue Art der Anlageninspektion einstellen: Unterschiedliche Admin- und Zugriffsrechte werden die Drohnen-Daten gemäß Hierarchieebene und Notwendigkeit unterschiedlich tief und zielgruppengerecht informativ bereitstellen.

Die Kooperation umfasst die Datenerfassung am Objekt mithilfe von unbemannten Flugsystemen (zivile Mikro-Drohnen), die Datenanalyse per Software, das Daten-Handling und die Darstellungsweise der Inspektionsberichte. Drohnen spielen bereits eine nicht unerhebliche Rolle in der Windenergieindustrie. Schließlich liefern unbemannte, fernsteuerbare und automatisierbare Drohnen den Serviceunternehmen bei der Inspektion von Windkraftanlagen, Windrädern und Windturbinen hochaufgelöste visuelle Daten und Nahinfrarotdaten, und damit mehr Details, mehr Informationen, mehr Qualität. Und das in kürzerer Zeit als mit herkömmlichen Mitteln durch Inspektionen mit Hocharbeiten vom Boden aus. Vordefinierte Prozesse, Formate und Schnittstellen, adäquate Datenweiterverarbeitung und automatisierte Zustandsermittlungsverfahren werden die in den Daten enthaltenen, wertvollen Informationen zugänglich machen.

Während schon kleinste Schäden an Windradblättern und Windturbinen Energieeffizienzverluste zwischen 10 und 25 Prozent verursachen können, lassen sich bei der Windkraftanlageninspektion durch den kombinierten Einsatz von Hochleistungsdrohnen wie dem AscTec Falcon 8 mit solchen intelligenten Erfassungs- und Auswertungslösungen bis zu 90 Prozent der Inspektionszeit einsparen. Im Vergleich zu bemannten Datenerfassungsmethoden.

Wachtumsmarkt Drohnen für die Windkraftindustrie

Eine Studie von Navigant Research zum Einsatz von UAS Drohnen in der Energiebranche für Windkraftanlageninspektion schätzt das Marktvolumen auf fast 6 Milliarden USD bis 2024. (Quelle: navigantresearch.com)

„Der Einsatz von Drohnen für die Inspektion von Rotorblättern und Turbinen an Windkraftanlagen ist mehr als nur ein Trend.“ sagt Jesse Broehl, Senior Forschungsanalyst bei Navigant Research. „Derzeitige Inspektionsanwendungen vom Boden aus oder mit Industriekletterarbeiten direkt an einer Plattform werden nicht gänzlich ersetzt werden, doch verstärkt durch Drohneninspektionen ergänzt werden, was viele Vorteile mit sich bringt.“

Kleine, leichte Multirotor UAS wie der patentierte V-Form Oktokopter von Ascending Technologies mit gerade einmal 2,3 Kilogramm maximalem Abfluggewicht sind äußerst robust, windstabil, resistent gegenüber elektromagnetischer Strahlung und sind beladen mit hochauflösenden Sensoren zur Datenerfassung. Nutzlasten und Kamerasysteme wie die Sony Alpha 7R Vollformatkamera mit 36 Megapixel zur visuellen Inspektion oder die Inspektionsnutzlast TZ71 für synchronisierte RAW-Thermal- und RGB-Aufnahmen. Je nach Inspektionszweck liefert die entsprechende Markenkamera durch hohe Auflösung, einen hohen Detailgrad und ermöglicht fundierte Entscheidungen.

Kombiniert man nun die Leistungsfähigkeit und Aufnahmequalität solcher unbemannten Fluggeräte mit den Datenanalyse und Datenmanagement beider Unternehmen, lässt sich erahnen, welches Marktpotenzial diese spezialisierte Gesamtlösung in der Windenergieindustrie haben wird.

10–25% mehr Effizienz durch kontinuierliche Drohnen-Inspektionen

„Unsere Kooperation wird die Industrie zum vermehrten Einsatz von unbemannten Flugsystemen (UAS) befähigen und die cloud-basierten Analysetools den Service verbessern, damit bei Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben Kosten erheblich reduziert werden können.“ Ist sich Bob Baughman, Geschäftsführer bei HUVRdata, sicher.

HUVRdata ist das erste Unternehmen das in den USA durch das National UAS Credentialing Program zertifiziert wurde. Das Unternehmen hat eine „Section 333 Exemption“ also Sonderaufstiegserlaubnis für den industriellen Drohneneinsatz. Mit der zivilen Leichtgewichtdrohne AscTec Falcon 8 wird HUVRdata nun auch Windkraftanlagen-Befliegungen für EdgeData durchführen und in deren „Unmanned Service Provider“-Programm aufgenommen.

„Diese Partnerschaft wird kommerziellen Drohnenservice-Anbietern leistungsstarke Programme zur Datensammlung, Datenanalyse und Datendarstellung in Berichten bieten, so dass die Industrie ihre Anlagenrentabilität steigern können wird.“ So Chris Shroyer, Präsident von EdgeData. „Am Ende dreht sich alles um die Daten und die darin enthaltenen wichtigen Informationen, die durch uns in Zukunft für die Industrie lesbar sein werden.“

Besucher der AWEA Windpower 2016 Konferenz in New Orleans konnten EdgeData kennenlernen und eine Präsentation des Analyse-Programms BladeEdge am Stand Nr. 2719 live erleben.


Zu HUVRdata: Mehr erfahren unter huvrdata.com.

Zu EdgeData: Mehr erfahren unter edgedata.net.

Zu BladeEdge: Mehr erfahren unter edgedata.net/bladeedge


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