Spaxels über Umea

2. Februar 2014
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(LINZ, 2.2.2014) Punkt 17 Uhr startete Samstag, 1. Februar 2014, die Eröffnungsfeier der Europäischen Kulturhauptstadt 2014 in der nordschwedischen Stadt Umea. Mit dabei, 30 Quadcopter (AscTec Hummingbirds) des Ars Electronica Futurelab, die während ihres fünfminütigen Auftritts das Umea-Logo und die Sterne der Europaflagge in den schwedischen Nachthimmel zauberten. Das Fliegen bei nahezu arktischen Temperaturen stellte dabei eine große Herausforderung dar. „Einen Quadcopter-Schwarm bei derart tiefen Temperaturen in die Luft zu schicken war eine heikle Aufgabe, vor allem hinsichtlich der Akkuleistung“, so Chris Bruckmayr, Spaxels Business Manager des Ars Electronica Futurelab. Unser Flug bei dieser Show war der erste dieser Art bei solchen Temperaturen“, so Bruckmayr weiter. Der Quadcopter-Flug war Teil der Show von phase7 performing.arts und erfolgte im Auftrag von Kulturhauptstadt Umea 2014.

Ein Spaxels Testflug vom November 2013:

Umea 2014:

Hier geht’s zur Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/arselectronica/sets/72157633333343247#

Umea und Riga sind die Europäischen Kulturhauptstädte 2014. Am Samstag, 1. Februar 2014, startete um 17:00 die offizielle Eröffnungsveranstaltung der nordschwedischen Stadt Umea. Mit einer Choreographie aus Licht, Musik und Tanz wurde dabei der zugefrorene Fluss Ume älv künstlerisch in Szene gesetzt und zur Bühne für eine atemberaubende Multimedia-Performance in einer mystischen Winterlandschaft. Als roter Faden der Show fungierten dabei die 8 Jahreszeiten der Samen, eines indigenen Volkes vom Baltischen Schild.

Spaxels in Linz, London, Bergen, Ljubljana, Brisbane und Umea

Der Quadcopter Schwarm des Ars Electronica Futurelab war die Hauptattraktion der voestalpine Klangwolke 2012. Über 90.000 ZuseherInnen waren dabei, als mit dem ersten Outdoor-Formationsflug von 49 Quadcoptern ein Weltrekord aufgestellt wurde. Im März 2013 begeisterte der Ars Electronica Quadcopter Schwarm dann die Londoner Öffentlichkeit, als 30 Quadcopter anlässlich der Filmpremiere von Star Trek: Into Darkness das legendäre Starfleet-Logo am Himmel animierten. Kurz darauf waren die „Spaxels” Teil der spektakulären Eröffnungsshow des Bergen International Festival, die vom Ars Electronica Futurelab gemeinsam mit phase7 inszeniert wurde. Im Juni 2013 visualisierten die „Spaxels” das Eröffnungskonzert des Ljubljana Festival mit einem spektakulären Flug aus der Burg Ljubljana heraus. Anlässlich der Eröffnungsfeier des neuen Campus der Queensland University in Brisbane, Australien, flogen die Spaxels im August 2013 zum ersten Mal in der südlichen Hemisphäre. Bei der Opening-Veranstaltung des Ars Electronica Festivals wurde im September 2013 bei “Wir sind hier” erstmals das neue, wesentlich lichtstärkere LED-System der Spaxels der Öffentlichkeit vorgeführt. Spaxels sind AscTec Hummingbirds, die von Ars Electronica Futurelab mit LEDs ausgestattet und für die Swarming-Aktion aufwendig programmiert wurden.

Das Ars Electronica Futurelab

Das 1996 initiierte Ars Electronica Futurelab fragt nach der Zukunft im Nexus von Kunst, Technologie und Gesellschaft. Das Team des Labors vereinigt unterschiedliche Fachrichtungen und ist in seiner Arbeitsweise vor allem durch Transdisziplinarität und internationale Vernetzung geprägt. Von fundamentaler Bedeutung ist hierbei die ganzjährige Zusammenarbeit mit KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen weltweit, sowie die regelmäßige Anwesenheit von „Artists-in-Residences“ in Linz. Das Leistungsspektrum des Ars Electronica Futurelab umfasst über Jahre entwickelte Expertisen in Fachgebieten wie radikaler Innovation, Medienkunst, Architektur, Design, Interaktive Ausstellungen, Virtual Reality und Echtzeitgrafik. Das Labor ist Teil der Ars Electronica Linz GmbH, einer Tochter der Stadt Linz.

phase7 performing.arts

Das Künstlerkollektiv phase7 performing.arts wurde 1999 vom Regisseur und Medienkünstler Sven Sören Beyer gegründet. Beyers crossmediale Ästhetik, seine Faszination für technische Innovationen und ein interdisziplinärer Ansatz prägten von Beginn an die Inszenierungen von phase7, die sich schnell als international gefragte deutsche Medienkünstler etablierten. Die Arbeit des Berliner Künstlernetzwerkes kreist um den Schnittpunkt Mensch und Technologie und um die Interaktion von Realität und Virtualität. Computer- und Softwarespezialisten formen in Kooperation mit darstellenden und bildenden KünstlerInnen eine unverwechselbare Kunstsprache. Der gezielte Einsatz von Hochtechnologie wie Motion Sensing, Robotik und Wellenfeldsynthese überträgt den Theaterbegriff in das neue Jahrtausend. Die ungewöhnliche Verknüpfung von Performing Arts mit neuesten Entwicklungen der Medienkunst stieß auf weltweite Resonanz und führte phase7 u.a. zum Dance Camera West / Los Angeles, zum New Vision Arts Festival / Hongkong oder zur Cultural Capital of Europe / Stavanger. Seit 1999 schuf phase7 unter anderem folgende Projekte: den Tanzkurzfilm „city particles“ (2004), der auf internationalen Festivals wie dem American Dance Festival gezeigt wurde; die Offizielle Eröffnungsinszenierung des Deutschen Bundeskanzleramtes 2001, „C-The Speed of Light“, eine Oper im Einsteinjahr für den Wissenschaftssommer 2005 in Berlin; die Closing Ceremony der Kulturhauptstadt Stavanger / Norwegen in 2008 mit einem Chor von achthundert Sängern vor 30.000 Zuschauern oder die Crossmedia-Performance „delusions“ für das Forum Neues Musiktheater der Staatsoper Stuttgart.

© Ars Electronica Linz GmbH

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