Dachdecker, Handwerk, Merkel & die Drohne

8. März 2016
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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besucht den Gemeinschaftsmesseauftritt von Ascending Technologies und der Bauhaus-Universität Weimar zur IHM-Sonderschau „Fokus.Handwerk 4.0“.

Im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse (IHM) überzeugte sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 26. Februar 2016 persönlich von der fortschreitenden Digitalisierung im Bauwesen. Bei ihrem Messebesuch in München ließ sie sich im Austausch mit Prof. Dr. Guido Morgenthal Anwendungsbereiche für digitale Methoden in Handwerk und Bauwesen erläutern.

Vom 24. Februar bis 1. März gaben rund 1.000 Aussteller aus etwa 60 Gewerken  einen umfassenden Einblick über Leistung, Qualität und Innovationskraft des Handwerks. Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung war der Einsatz digitaler Verfahren und Dienstleistungen im modernen Handwerk, denen die Sonderschau »Fokus.Handwerk 4.0« gewidmet war.

Zu den 131.500 Interessierten gesellte sich auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die dem Gemeinschaftsstand des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks, der Bauhaus-Universität Weimar und der Firma Ascending Technologies einen persönlichen Besuch abstattete. Dabei nutzte Prof. Dr. Guido Morgenthal, Direktor des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar, die Gelegenheit, der Bundeskanzlerin seine Vision von moderner Bauwerkserhaltung zu erläutern.

Umfassend, detailgetreu und digital – Bauwerksmonitoring heute

Im Zentrum der vorgestellten Methoden stehen digitale Aufnahmen von Bauwerken, welche durch den Einsatz unbemannter Fluggeräte (»Unmanned Aerial Vehicle«, kurz: UAV) gewonnen werden. Die Fluggerätetechnik und Verfahren zur automatisierten Befliegung wurden durch die Ascending Technologies vorgestellt. Professor Morgenthal erläuterte, wie modernes Bauwerksmonitoring durch die Auswertung von Bild- und Videodaten funktioniert.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Volker Rodehorst, Professur Computer Vision in Engineering der Bauhaus-Universität Weimar, wurden digitale Verfahren auf Basis maschinellen Sehens für die automatische Erkennung von Bauwerksschäden und die Generierung georeferenzierter 3D-Modelle von Bauwerken und Bauteilen entwickelt. Auf diese Weise gewonnene Bauwerksdaten lassen sich wiederum vielfältig weiterverarbeiten und visualisieren.

Ein praktisches Ergebnis dieser Forschung hielt Bundeskanzlerin Merkel schließlich in ihren Händen: den 3D-Druck einer verwitterten Figur, deren Geometrie durch die Befliegung einer alten Gewölbebrücke über die Elbe in Magdeburg rekonstruiert werden konnte. Das digitale 3D-Modell wurde in der Modellbauwerkstatt der Fakultät Architektur und Urbanistik in verkleinertem Maßstab aus Polymergips gedruckt. Von solchen digitalisierten Arbeitsabläufen können zukünftig zum Beispiel Restauratoren profitieren. Ebenfalls gezeigt wurden am Messestand Aufnahmen der Dachflächen des Doms zu Halberstadt, in denen Schäden der Eindeckung vermessen und detailliert kartiert wurden.

Die Internationale Handwerksmesse ist die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland. Sie existiert seit 1949 und findet jedes Jahr im Frühjahr auf dem Messegelände München statt. Zum Messeangebot gehören mehrere Leistungs- und Sonderschauen, auf denen Handwerker aus zahlreichen Ländern aktuelle Themen, Produktneuheiten und herausragende Arbeiten präsentieren. Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.ihm.de.


Zum Originalbericht: https://www.uni-weimar.de/de/universitaet/aktuell/bauhausjournal-online/titel/bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-besucht-messeauftritt-der-bauhaus-universitaet-weimar-zur-ihm-sond/

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