AAIR: Die Drohnen Revolution

25. August 2015
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Jeder, der sich ein wenig mit Innovation und Technologie beschäftigt, erlebt derzeit eine wahre „Drohnen Revolution“. Kaum ein Tag vergeht an dem nicht ein Drohnen-Startup Millionen sammelt, eine Drohne Nachrichten wert ist, ein Zweifler sich überzeugen lässt. Für wahr: Unbemannte Luftfahrtsysteme (UAV / UAS) haben sich Ihren Platz in der Gesellschaft erkämpft. Mehr noch. Aus dem zaghaften Hype wurde eine Markt-Revolution.

Drohnen als Ersthelfer, Weihnachtsmänner & Postboten

Alibaba, Amazon, DHL, Facebook, Flirtey, Google, Matternet, SF Express, Project Wing, QuiQui, UPS, VAYU, … waren nicht die ersten, die auf die Idee kamen, mit Drohnen mehr zu transportieren als Kameras und Messinstrumente. Und sie werden nicht sind die Letzten sein. Seit die FAA (US Luftfahrtbehörde) Anfang 2015 durch einen Regulierungsvorschlag den Weg für die legale, kommerzielle Inbetriebnahme von unbemannten Flugsystemen in den USA geebnet hat und Ausnahme-Genehmigungen für den zivilen Einsatz von Drohnen erteilt werden, scheinen Drohnen den Luftraum förmlich zu erobern. Ein umfassendes Geo-Fencing-Programm wäre also sinnvoll und aus Herstellersicht einfach zu implementieren (Anm. d. Red.). Denn unaufhörlich entstehen neue Drohnen-Märkte, neue Drohnen-Messen, neue Drohnen-Unternehmen & -Anwendungsgebiete. Weder kleine Startups noch börsennotierte Unternehmen scheinen auf einen Teil des Zukunfts- und Wachstumsmarkt verzichten zu wollen. Eine grobe Marktübersicht (Drone Market Ecosystem map) – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – von Chris McCann lässt die Vielfalt, das Potenzial und die hohe Marktdynamik erahnen.

Dass Drohnen als Transportmittel eingesetzt werden und Pakete oder Medizin sicher von A nach B oder an eine Haustür geliefert werden können, mag nach Science-Fiction klingen. Tatsächlich aber sind wir der dazu notwendigen Technologie näher, als mancher glauben mag.

Während Amazon zunächst damit gedroht hatte, eine geheime Teststrecke für Drohnenflüge zum automatisierten Transport in Kanada zu starten, ist nun kürzlich zu diesem Zweck eine Sonder-Aufstiegserlaubnis in den USA erteilt worden. Je mehr (Luft-)Raum die FAA gibt, desto mehr scheint der Drohnen-Markt an Tempo aufzunehmen. Zumindest ist die Entscheidung der FAA ein wichtiges Signal für Drohnen, Hersteller, Dienstleister und Verbraucher.

Die Filmbranche verzichtet schon lange nicht mehr auf den Einsatz von Filmdrohnen. Bauern und Landwirtschaftsbetriebe fliegen auch, und sparen bereits durch den Überblick aus der Luft, ohne dass das volle Potenzial an Leistungseffizienz , Detailschärfe und Informationsbandbreite durch neueste Sensorik und neueste Drohnentechnologie – wie beispielsweise mit dem AscTec Falcon 8 realisierbar – auch nur im Ansatz ausgeschöpft würde (Anm. d. Red.). Präzisionslandwirtschaft muss letztlich auf Drohnen setzen, denn die Vorteile einer exakt bemessenen, teilflächenspezifischen Bewirtschaftung sind aus ökologischer und agronomischer Sicht alternativlos. Und profitieren können alle. Der Betrieb kann Saat-, Pflanzenschutz- und Düngemittel sparen. Der Bauer mit einer guten Ernte, weniger Aufwand und Zeit rechnen. Die Umwelt, Wasser und Lebensmittel werden weniger schädliche Rückstände enthalten.

Für Saatguthersteller, Landwirtschaftsbetriebe, Sicherheitsfirmen, Bauunternehmen, Energiekonzerne, Forschungseinrichtungen, Länder und Kommunen, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen, geht es selbstverständlich auch um viel Geld. Die Vorteile der Endverbraucher liegen dabei im Detail: Sicherere Industrieanlagen und Verkehrs-Infrastruktur durch höher frequentierte Inspektionen? Auf jeden Fall kürzere Bauphasen durch verbesserte Planung und Kontrollierbarkeit dank exakter Landvermessung und kontinuierlicher Baufortschrittsdokumentation per Drohne (Anm. d. Red.).

Drohnen für die Energiewende & Energieeffizienz

Oder was ist mit der Energiewende, der Leistungseffizienz der Windfarmen und Solarparks, der Energieeffizienz von alten und neuen Gebäuden? Lautet die Frage, ob Drohnen eine Zukunft in der Bauwerksprüfung zur Wartung und Instandhaltung und zur umfassenden Energieeffizienzanalyse von Energiequellen haben, gibt es nur eine Antwort: Ja!

Mehr noch. Damit Solar- und Windenergieproduzenten nicht nur viele neue Energieparks bauen, sondern diese bereits gebauten Anlagen möglichst konstant erneuerbare Energie liefern können, sollte jedes Windrad, jedes Photovoltaik-Modul regelmäßig auf Funktion und Leistung geprüft werden. Zumindest ein kleiner Beitrag zur Energiewende könnte dadurch geleistet werden. Für uns, die wir seit nun fast 10 Jahren an dieser Zukunftstechnologie festhalten und eng mit einigen hochrangigen Universitäten zusammenarbeiten, ist vieles nicht mehr nur Vision (Anm. d. Red.). Nun braucht es verantwortungsbewusstes Vermarkten seitens der Unternehmer, einen offenen Dialog über Chancen und Risiken und eine „artgerechte“, möglichst international homogene gesetzliche Regulierung durch Behörden. Gerade weil, die Drohnentechnologie verhältnismäßig jung ist, bleibt Planungssicherheit ein hohes Gut. Zweckgebundene Einsätze ziviler Drohnen durch professionelle Dienstleistungsunternehmen beispielsweise im Energiesektor sind für wenige bereits selbstverständlich. Für Inspektionen von Überlandleitungen, Trafostationen und Stromerzeugungsanlagen war schon unser „alte AscTec Falcon 8“, noch ohne AscTec Trinity, nützlich. Vermessungen von Land, Flächen, Bauwerken und Minen beispielsweise zur Volumenkalkulation oder zur Sicherung sind ebenso möglich und rentabel.

Längst ist ein Großteil der weltweiten Zivilgesellschaft abhängig von der Leistungsfähigkeit der Energienetze. Und nicht nur für die USA ist eine nachhaltige Inspektionslösung wichtig wie nie zuvor. Die zuverlässige Verfügbarkeit von Strom ist für Regierungen, Energieproduzenten, -lieferanten und -konsumenten von enormer Bedeutung. Der eigentliche Bedarf lässt sich nur vage schätzen. Tatsächlich sind in vielen Ländern Energie- und Netz-Infrastruktur in einem desaströsen Zustand. Komplette Netzwerke einfach ersetzen und mit neuer Technik, neu Aufbauen ist in den meisten Fällen zudem ausgeschlossen. Das bedeutet, unabhängig von Schäden durch Umweltkatastrophen, Überschwemmungen oder Brände, ein grenzwertiges Risiko, welches durch visuelle und thermografische Live-Inspektionen vermindert werden könnte. Eine regelmäßige, umfassende Zustandsermittlung scheitert häufig an finanziellen und personellen Ressourcen. Mithilfe des AscTec Falcon 8 waren bei industriellen Anlageninspektionen Einsparungen von bis zu 90 Prozent (im Vergleich zur herkömmlichen Inspektion) möglich.

Drohnen für mehr Sicherheit

Was den AscTec Falcon 8 so interessant macht, ist auch die Flexibilität und Vielseitigkeit. Durch ein intelligentes Nutzlastkonzept lassen sich Kameras in Sekunden wechseln. Hochauflösende Digital- und Thermalkameras oder, bei anderen UAS, auch LiDAR (Light Detection and Ranging) und GIS-Systeme (geographic information systems) können einfach ergänzt werden. Detailaufnahmen von Objekten lassen Ingenieure Haarrisse erkennen oder Strukturen bemessen. Mit Infrarotkameras und Multispektralkameras lassen bei Objekten Materialverschleiß, Wärmeverluste und Energielecks lokalisieren, in der Landwirtschaft Felder und Plantagen teilflächenspezifisch analysieren. Viele verschiedene Teil- und Nischenmärkte haben sich eigentlich noch überhaupt nicht erschlossen.

So ist durch Drohnen mit mehr Rechen- und Sensorleistung selbst das selbstreferenzierte Fliegen eine mögliche, weitere Kompetenz von UAS. Für den AscTec Neo wird bald – mit Intel RealSense Technologie ausgestattet – eine vollautomatische Kollisionsvermeidung möglich sein. Bis diese Technologie für Profi-Systeme verfügbar sein wird, kann es noch etwas dauern. Automatisierte Reproduktionen von Inspektionsflügen würden dadurch noch sicherer werden und in anspruchsvollem Terrain, dem Piloten das Arbeiten erleichtern. Auch hier sind wir der Zukunft näher als man glaubt.

Sicherheit und Betriebskosten sind gerade in der Instandhaltung und Wartung von Hochspannungsleitungen sehr entscheidende Faktoren. Viele Inspektionsstellen sind schwer zugänglich und das Arbeiten mit Industriekletterern hochriskant.

Unbemannte Luftfahrtsysteme ermöglichen einen vergleichsweise geringen Aufwand und reduzieren Risiko und Ausgaben erheblich.


Frei übersetzt nach „The Drone Generation“ von Grant T. Leaverton mit freundlicher Genehmigung von Grant T. Leaverton, Advanced Aerial Inspection Resources /// Im Original von T&D World Magazine


Bitte bedenken Sie, Ascending Technologies ist Entwickler und Hersteller von unbemannten Flugsystemen zur professionellen Nutzung, kein Dienstleister. Für weitere Informationen zur Dienstleistung per Drohne, wenden Sie sich bitte direkt an AAIR (Advanced Aerial Inspection Resources):

+1 (832) 500-3171 /// info@aairteam.com /// www.aairteam.com/



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